Haushaltsbuch: Singles
Eine schlanke Buchungsvorlage für einen Ein-Personen-Haushalt mit einem festen Einkommen und wenigen, dafür konsequent geführten Kategorien.
Ein Ein-Personen-Haushalt hat in der Regel eine einzige Einnahmequelle und dadurch eine überschaubarere Ausgangslage als ein Mehrpersonenhaushalt. Der Nutzen eines Haushaltsbuchs liegt hier weniger im Koordinieren mehrerer Personen als im Sichtbarmachen von Ausgabenmustern, die im Alltag leicht unbemerkt bleiben — kleine, aber häufige Beträge summieren sich über einen Monat oft stärker als die wenigen großen, ohnehin bewusst wahrgenommenen Ausgaben wie die Miete.
Fünf Kategorien reichen für die meisten Einzelhaushalte aus, um Muster sichtbar zu machen, ohne die Buchung zu einer aufwendigen Aufgabe zu machen: Wohnen, Lebensmittel, Mobilität, Freizeit und Sonstiges. Wer feststellt, dass eine dieser Kategorien regelmäßig einen großen Anteil der Ausgaben trägt — häufig ist das bei Alleinlebenden die Kategorie Freizeit, die Restaurantbesuche, Abonnements und spontane Anschaffungen bündelt —, kann sie bei Bedarf in zwei Unterkategorien aufteilen, etwa Restaurants und Abonnements getrennt.
Der monatliche Abschluss ist für einen Einzelhaushalt meist ausreichend, weil die Zahl der Buchungen geringer ist als in einem Familienhaushalt und ein wöchentlicher Rhythmus selten zusätzliche Erkenntnisse liefert. Am Monatsende werden die Kategorien addiert, die Summe der Ausgaben der Summe der Einnahmen gegenübergestellt, und die Differenz mit dem Vormonat verglichen. Eine einzelne Kategorie, die sich über drei aufeinanderfolgende Monate erhöht, ist ein deutlicheres Signal als eine einmalige Abweichung in einem Monat.
Abonnements verdienen bei Einzelhaushalten besondere Aufmerksamkeit, weil sie als wiederkehrende, kleine Beträge in der laufenden Wahrnehmung leicht untergehen. Eine Buchungszeile monatlich für „Abonnements gesamt” macht sichtbar, wie viele feste Verpflichtungen tatsächlich laufen, auch wenn im Alltag keine davon einzeln auffällt.
Für den praktischen Umgang mit der Vorlage genügt es, Buchungen einmal wöchentlich aus Kontoauszug oder Kassenbons nachzutragen, statt jeden einzelnen Kauf sofort einzutragen — bei einem Einzelhaushalt mit überschaubarer Buchungszahl bleibt diese Verzögerung ohne Nachteil. Die Vorlage bietet 20 leere Buchungszeilen je Blatt, ausreichend für einen vollen Monat bei durchschnittlicher Buchungshäufigkeit.