Haushaltsbuch: Selbstständige
Eine Buchungsvorlage für den privaten Haushalt selbstständig Tätiger, getrennt von der geschäftlichen Buchhaltung, mit Fokus auf schwankende Monatseinnahmen.
Diese Vorlage ersetzt keine geschäftliche Buchhaltung — für Rechnungen, Betriebsausgaben und die Steuererklärung bleibt ein separates System oder eine Steuerberatung notwendig. Sie erfasst stattdessen den privaten Haushalt einer selbstständig tätigen Person, in den regelmäßig ein selbst festgelegter Betrag aus dem Geschäftskonto als „Unternehmerlohn” fließt, statt eines festen monatlichen Gehalts.
Diese Trennung zwischen Geschäfts- und Privathaushalt ist der wichtigste Unterschied zu einem Haushaltsbuch für Angestellte: Auf der Einnahmenseite steht ausschließlich der Betrag, der tatsächlich in den privaten Haushalt überwiesen wurde — das volle Geschäftseinkommen bleibt außen vor. Wer stattdessen das volle Geschäftseinkommen einträgt, überschätzt systematisch das verfügbare Haushaltsbudget, weil ein Teil davon für Steuervorauszahlungen, Sozialversicherung und betriebliche Rücklagen reserviert bleiben muss.
Sieben Kategorien decken den privaten Haushalt ab: Wohnen, Lebensmittel, private Versicherungen (getrennt von betrieblichen), Mobilität, Altersvorsorge, Freizeit und Sonstiges. Die Kategorie Altersvorsorge steht bewusst als eigene Zeile, weil sie bei Selbstständigen — anders als bei Angestellten mit gesetzlicher Rentenversicherung — eine bewusste, regelmäßige Entscheidung erfordert, statt automatisch vom Gehalt abgezogen zu werden.
Weil der monatliche Unternehmerlohn je nach Auftragslage schwankt, ist ein einzelner Monat wenig aussagekräftig für die langfristige Tragfähigkeit des Haushalts. Sinnvoller ist ein rollierender Vergleich über die letzten sechs Monate: die durchschnittliche monatliche Differenz aus Einnahmen und Ausgaben zeigt, ob der Haushalt über einen längeren Zeitraum im Gleichgewicht bleibt, auch wenn einzelne Monate deutlich darüber oder darunter liegen.
Für Monate mit besonders niedrigem Unternehmerlohn — etwa nach Auftragsflauten — hilft eine bewusste Rücklage aus einnahmestarken Monaten, die in der Kategorie Sonstiges als negative Buchung (Rücklage) beziehungsweise in einnahmeschwachen Monaten als positive Buchung (Entnahme aus Rücklage) geführt werden kann, damit der private Haushalt nicht bei jeder Auftragsschwankung sofort angepasst werden muss.
Für den praktischen Umgang genügt eine wöchentliche Nachtragung aus dem privaten Konto. Die Vorlage bietet 24 leere Buchungszeilen je Blatt.